Fencheltee – mediterraner Genuss

vom 03. Oktober 2012

Eigentlich kommt der Fenchel ja aus dem Mittelmeerraum, ist seit vielen hundert Jahren aber auch bei uns in Deutschland heimisch. Neben der Fenchelknolle, die man als Gemüse verwenden kann, sind es vor allem die Fenchelsamen, die genutzt werden können. Möchte man sich seinen eigenen Fencheltee brauen, dann benötigt man eben diese Samen. Sie befinden sich an den Stängeln der Pflanze, die an ihren Enden stark verästeln. In ihnen stecken ätherische Öle wie Fenchon und Anethol, die den intensiven Duft nach Anis ausmachen. Sie werden vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Frischer FenchelteeBauchschmerzen und Völlegefühl eingesetzt. Gleichzeitig kann Fenchel die Bronchien von Schleim befreien und somit Linderung bei Erkältungen und Husten bringen. Neben diesen gesundheitlichen Aspekten schmeckt der Tee aber natürlich auch sehr lecker.

Möchte man ihn nicht fertig abgepackt im Teebeutel oder lose im Teeladen kaufen, dann kann man Fencheltee selber machen. Entweder pflanzt man im Garten Fenchel an (sonniger Standort) und nutzt dann die Samen, die von Juni bis September geerntet werden können, oder man holt sie sich frisch im Reformhaus oder in der Apotheke. Die Samen werden dann am besten mit einem Mörser zu einem Pulver zerkleinert, können aber auch im Ganzen genutzt werden. Zerkleinert können sich allerdings die Wirkstoffe besser entfalten.

Zur Teezubereitung werden pro Liter ca. acht bis zehn Teelöffel Fenchelsamen verwendet. Aufgegossen wird mit kochendem Wasser, die Ziehzeit beträgt rund sieben Minuten. Fencheltee ist frei von Koffein, wirkt also nicht anregend und kann somit auch prima Kindern gegeben werden. Auch für Babys ist er ideal – ebenso kurz vor dem Schlafengehen.

 

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Bild: © HeikeRau | istockphoto.com