Kamillentee – Gesundheit aus der Tasse

vom 11. Juni 2012

Wenn einen die Mutter ärgern wollte, dann hat man als Kind Kamillentee trinken müssen. Natürlich – aber das hat man wohl erst sehr viel später verstanden – hatte das nichts mit Ärgern zu tun, sondern eher damit, dass Kamillentee den Magen und den Darm beruhigt, sogar krampflösend ist und auch gegen Entzündungen eingesetzt werden kann.

Die Echte Kamille, aus der der Tee gemacht wird, stammt ursprünglich aus Süd- und Osteuropa, sowie aus Vorderasien, wird heute aber fast überall angebaut. Die Pflanze benötigt keine besondere Pflege, mag zwar gerne Lehmboden, der kalkarm und nährstoffreich ist, wächst aber auch auf Äckern und sogar auf Ödland. Man kann sich also durchaus seine eigene Kamillenzucht im Garten halten und Kamillenteehat somit immer einen schmackhaften und gesunden Tee direkt vor der Haustüre.

Natürlich ist es bequemer, sich den Kamillentee fix und fertig im Laden zu kaufen, aber wer schon mal selbst Kamillentee aus frischen Pflanzen getrunken hat, der wird den Unterschied sehr schnell am Geschmack erkennen.

Wer dies mal ausprobieren möchte, hat zwei Möglichkeiten. Zum einen kann man die Blüten frisch aufbrühen, man kann aber auch getrocknete Kamille verwenden. An der Zubereitung selbst ändert sich dabei nichts. Bei der Ernte braucht man nicht nur die Blüten abzuschneiden, man kann ein paar Zentimeter vom Stiel durchaus mitverwenden. Die frischen oder getrockneten Kamillenblüten dann mit kochendem Wasser übergießen und gut zehn bis zwölf Minuten ziehen lassen. Dann abseihen, nach Belieben süßen und genießen. Probieren Sie es aus, Sie werden danach vermutlich nie mehr wieder fertige Teebeutel verwenden wollen.

 

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