Ostfriesischer Teebesen – praktisch und komfortabel

vom 01. Mai 2017

Der echte Teetrinker, der alle Schikanen beim Teegenuss kennt und weiß, dass man Tee nicht nur trinken, sondern auch zelebrieren kann, wird in seiner Sammlung vermutlich weit mehr als nur ein Teeservice haben. Es gibt zahlreiche Zubehörteile, die das Teetrinken komfortabler machen. Der Laie wird sich bei so manchem Zubehör fragen, ob es denn tatsächlich sinnvoll ist oder nicht. Beim ostfriesischen Teebesen stellt sich diese Frage allerdings nicht, denn der ist tatsächlich praktisch. Vor allem für Teetrinker, die den Tee lose aufbrühen.

Ostfriesischer Teebesen: Die Teeblätter bleiben in der Kanne
Tatsächlich schaut der ostfriesische Teebesen aus wie ein kleiner, aus Drahtborsten bestehender Besen. Nur kann man damit nicht kehren. Stattdessen ist er dafür da, um lose Teeblätter zurückzuhalten. Somit darf er bei keiner echten ostfriesischen Teezeremonie fehlen.

Erfunden wurde er in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Ostfriesland war damals bereits bekannt für seine Teezeremonien. Aufgrund seiner Lage wurde dort zudem reger Teehandel betrieben. Und wenn der Tee schon mal da war, wurde er auch getrunken. Damals noch in loser Form. Echte Teekenner tun dies auch heute noch, denn die Teeblätter sind dadurch nicht in Teebeutel gepresst, sondern können ihr Aroma so richtig entfalten. Nun schwimmen aber die Teeblätter in der Kanne herum und würden, wenn man sich Tee eingießen möchte, zum einen mit in die Tasse gelangen, zum anderen womöglich auch noch die Tülle der Kanne verstopfen. Und hier tritt der ostfriesische Teebesen in Aktion.

Er wird durch einen Draht an der Öffnung der Tülle befestigt. Der Besen hängt dann mit den Borsten nach oben in der Kanne und verschließt so die Tülle. Das Teewasser kann ungehindert ausgegossen werden, die Teeblätter aber werden vom Teebesen zurückgehalten. Weil er dabei wie ein Sieb fungiert, wird er auch landläufig als Tüllensieb bezeichnet.

Ostfriesischer Teebesen: ein weiterer Pluspunkt
Somit gelangen keine Teeblätter mit in die Tasse und das Aroma kann sich in der Kanne gleichzeitig frei entfalten. Doch der ostfriesische Teebesen kann noch mehr. Die Halterung, die am Ausguss befestigt wird, ist so konzipiert, dass sie als Tropfenfänger dient. Beim Ausgießen werden laufen Tropfen somit nicht mehr an der Außenseite der Kanne nach unten und verschmutzen die Tischdecke, sondern werden durch das Drahtgestell aufgefangen und bleiben in der Kanne. Eine saubere Sache. Somit ist der ostfriesische Teebesen ein wichtiges Utensil für alle, die gerne Tee lose aufbrühen.

 

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