Weißer Tee

Was ist Weißer Tee?

Man könnte meinen, dass Weißer Tee nur deshalb weiß ist, weil er mit Milch getrunken wird. Das ist natürlich Humbug und hat damit nichts zu tun. Auch ist das Endprodukt, also der fertig aufgegossene Tee, nicht weiß. Weißer Tee wird so bezeichnet, weil das Rohmaterial weiß erscheint. Beim Rohmaterial handelt es sich um die jungen, noch geschlossenen Blattknospen der Pflanze, die von einem weißen Weißer TeeFlaum umgeben sind und daher ihre charakteristische Farbe haben. Der Unterschied zu Schwarzem oder Grünem Tee ist aber nicht nur die Farbe, sondern auch die Fermentation. Weißer Tee wird meist nur zu zwei Prozent fermentiert, was auf natürlichem Wege möglich wird.

Von welcher Pflanze stammt Weißer Tee? Wie auch Schwarzer und Grüner Tee wird hier ebenfalls die Kamelienpflanze, also die Thea Camellia verwendet. Der Ursprung dieser drei Teesorten ist also gleich, lediglich die Verarbeitung sorgt dafür, dass ein anderer Tee herauskommt. Das wussten schon die alten Chinesen und ließen sich den Tee bereits im 11. Jahrhundert vor Christus schmecken.

Hergestellt wird Weißer Tee in fast jedem Teeanbaugebiet. Von China über Japan bis nach Indien und Sri Lanka. Je nach Anbaugebiet ist der Charakter des Tees allerdings unterschiedlich – so kann man die Unterschiede recht deutlich schmecken. Zu dem ganz besonders milden Geschmack des Weißen Tees kommen auch gesundheitliche Aspekte, wie etwa die Stärkung des Immunsystems oder die blutdrucksenkende Wirkung.

Weißer Tee und seine Herstellung

Weißer Tee wird also aus den noch ungeöffneten Knospen der Teepflanze hergestellt, deren weißer Flaum für die Farbe sorgt. Da diese beim Pflücken noch klein sind, benötigt man für ein Kilogramm Rohmaterial rund 30.000 Knospen.

Die Herstellung von Weißem Tee beginnt mit der Handpflückung der Teepflanze. Nachdem die Knospen bis zu drei Stunden lüften, werden sie danach bei ca. 25 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von rund 60 Prozent zum Welken gegeben. Dies dauert bis zu 14 Stunden. Bei Temperaturen zwischen 100 und 130 Grad werden die Blätter nun für rund eine Viertelstunde getrocknet, danach sortiert und schließlich noch einmal bei 130 Grad für zwölf Minuten einem zweiten Trocknungsvorgang unterzogen. Danach sind die Teeblätter des Weißtees fertig und werden abgepackt.

Je nach Herkunft und Mischung dieses hochwertigen Tees ist dieser im Gegensatz zu den gewöhnlichen Schwarz- und Grüntees relativ teuer und kann pro 100 Gramm durchaus bis zu 40 Euro kosten.

Weißer Tee: die Teeanbaugebiete

Sagen wir es mal so: Überall dort, wo auch die Thea Camellia, also die Teepflanze angebaut wird, kann auch Weißer Tee geerntet werden. Ursprünglich stammt er aber aus China und ist einer der sechs chinesischen Tees. Von hier aus hat sich die Teeproduktion des Weißtees aber auch in andere Teeanbaugebiete verlagert. Am weitesten verbreitet ist er in der chinesischen Provinz Fujian.

Da der Weiße Tee mittlerweile nicht mehr nur auf China begrenzt ist, wird er auch in Indien (beispielsweise in Assam und Darjeeling), in Sri Lanka und sogar in Malawi und Kenia gewonnen. Am besten geeignet für die Herstellung von Weißem Tee sind die Teepflanzen Fuding Da Bai Cha, Zhenghe Da Bai Cha, Munbai Sui Xian und Fuding Da Hao Cha. Am bekanntesten sind wohl die Sorten Silbernadel (Yin Zhen) und die Weiße Pfingstrose (Bai Mu Dan).

Weißer Tee: Teeanbaugebiete in China

Für Nicht-Teekenner ist es immer etwas irritierend, wenn geschrieben wird, dass Weißer Tee eine eigene Teeart ist. Natürlich stimmt das, es bedeutet aber nicht, dass er von einer anderen Teepflanze abstammt. Weißer TeeEs sind nur, wie schon erwähnt, andere Bestandteile der Teepflanze. Auch die Verarbeitung ist anders. Angebaut wird der Weiße Tee dagegen in vielen Regionen, in denen auch Schwarzer, Grüner oder Oolong-Tee gewonnen wird.

Eines der wichtigsten Teeanbaugebiete in China ist die Provinz Fujian. Sie liegt im Südosten des Landes und bietet ideale klimatische Bedingungen. So kommt aus dieser Gegend auch nicht einfach nur ein Weißtee, sondern einer, der das Prädikat „Spitzentee“ verdient. Der qualitativ beste Tee ist der Pai Mu Tan. Sehr bekannt und beliebt ist aber auch der Silver Needle. Weitere chinesische Provinzen für Weißtee sind Zhenghe und Fuding.

Weißer Tee: Teeanbaugebiete in Indien

Ursprünglich war Weißer Tee also auf China beschränkt. Im Laufe der Zeit baute man ihn aber auch in anderen Ländern an, in denen Tee besonders gut gedeiht. Nach Indien war der Weg dann wohl nicht allzu weit. Besonders die Region Darjeeling sticht beim Thema Tee hervor – und auch Weißer Tee wird dort mittlerweile angebaut. Auch hier sind die klimatischen Bedingungen an den Berghängen des Himalayas bestens für den Teeanbau geeignet.

Der Teeanbau von Weißem Tee beschränkt sich aber nicht nur auf den Norden des Landes, neben Darjeeling auch Assam oder Sikkim, sondern es geht selbst in den Süden Indiens, zum Beispiel in die Region Nilgiri. Von hier kommt der White Oothu, einer der ersten Weißteesorten aus Südindien, der mit seinem duftigem Aroma überzeugt.

Weißer Tee: Teeanbaugebiete auf Sri Lanka

Ein weiteres Teeland ist die Insel Sri Lanka vor der Ostküste Indiens. Auch wenn hier der Weiße Tee erst seit Kurzem heimisch ist, haben sich doch einige Weißteesorten herauskristallisiert, die besonders aromatisch sind und bei Teekennern sehr beliebt. Dazu gehören der Ceylon Silver Tips und der Nuwara Eliya Silver Tips.

Die Geschichte des Teeanbaus ist auf Sri Lanka sowieso noch jüngeren Datums, erst seit 1870 wird hier Tee gepflanzt. Besonders Schwarzer Tee und Grüner Tee sind hier heimisch, was die Plantagenbesitzer nicht davon abhält, auch Weißen Tee anzubauen. Bevorzugte Gebiete sind Uva, Nuwara Eliya und Dimbula. Die Bedingungen sind in diesen Teilen der Insel besonders günstig, liegen die Gebiete doch in Höhenlagen von rund 1.200 Metern und bekommen dort eine hohe Luftfeuchtigkeit und viel Regen ab.

Weißer Tee: Teeanbaugebiete in Japan

Auch wenn Japan bei der Auflistung der Länder, die Weißen Tee anbauen, eher selten auftaucht, darf diese Teenation nicht vergessen werden, denn auch hier gibt es Weißen Tee, der nicht zu verachten ist. Wenn auch nicht so üppig, wie in anderen Ländern.

Erwähnenswert ist sicherlich der Sencha, der bekannteste und in Japan am meisten getrunkene Grüntee. Und weil die Japaner den Chinesen in nichts nachstehen möchten, wird mit dem Yame Fukuoka eben auch ein Weißtee dort angebaut, der qualitativ mit vielen anderen Sorten mithalten kann. Oder auch der Shira Cha, der 2010 sogar mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde, muss hier genannt werden. Wenngleich man schon merkt, dass er etwas ganz Besonderes ist, kosten 50 Gramm dieses Tees doch weit über 50 Euro. Japanischer Weißer Tee ist eben doch noch etwas Außergewöhnliches.

Weißer Tee: eine besondere Ernte

Für unterschiedliche Tees werden auch ganz unterschiedliche Blätter, Knospen oder Blüten verwendet. Mal die jungen, mal die älteren, mal die dunklen, mal die hellen, mal nur die obersten, mal komplett alle. Danach richtet sich auch die Qualität des jeweiligen Tees. Bei der Ernte des Weißen Tees ist das nicht anders. Da dieser Tee etwas ganz Besonderes ist, wird hier auch ein besonderes Augenmerk darauf gelegt.

Weißer Tee – bei der Ernte werden hierbei nur die jungen Blätter und die geschlossenen Knospen verwendet. Daher rührt auch der Name, denn an den Knospen befindet sich ein weißer Flaum, der seidenartig aussieht. Grundsätzlich wird Weißer Tee auch nur per Hand geerntet. Logisch, Maschinen können nicht zwischen jungen und alten Blättern und zwischen offenen und geschlossenen Knospen unterscheiden. Diese Pflückung macht die hohe Qualität des Tees aus und lässt ihn preislich auch nach oben klettern. Das aber macht er mit seinem unnachahmlich edlen Geschmack wieder wett. Und literweise trinkt man den Tee ja nun auch nicht. Sie können sich also durchaus mal einen genehmigen.

Weißer Tee: die Inhaltsstoffe

Wir wissen alle: Tee ist prinzipiell erst mal gesund. Die Inhaltsstoffe sind dabei oft ähnlich, manchmal aber auch gleich und sie können gegen das eine oder andere Gebrechen durchaus helfen. Wenn wir uns den Weißen Tee und seine Inhaltsstoffe Weißer Teemal etwas genauer betrachten, dann wird es jetzt einen kurzen Moment Fachchinesisch. Weißer Tee enthält besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe. Das ist sehr nett von der Teepflanze, dass sie diese produziert, denn lebensnotwendig sind diese Phytamine für die Pflanze nicht. Uns Menschen können sie aber sehr nützlich sein.

Besonders Inhaltsstoffe wie Polyphenole, Antioxidantien, Methylxanthine, Thiamin und Epigallokatechin-3-gallat sind im Weißen Tee enthalten. Damit kann der Laie im Grunde nichts anfangen, ist aber erst mal gar nicht notwendig, dann schädlich sind diese Stoffe keinesfalls. Eher das Gegenteil ist der Fall: Sie sind gut für die Gesundheit und kommen schon seit vielen Jahrhunderten bei vielen Krankheiten zur Anwendung. Auch werden diese Inhaltsstoffe in Medikamenten verwendet.

Weißer Tee: die Wirkung

Man kann sicherlich nicht pauschal sagen, dass beim Genuss von einer Tasse Weißem Tee täglich die Lebenserwartung steigt oder dass man ab sofort diese oder jene Krankheit nicht mehr bekommt. Dennoch wirken sich die Inhaltsstoffe positiv auf den menschlichen Organismus aus. Bei einem mehr, beim andern weniger.

Weißer Tee und die Wirkung seiner Inhaltsstoffe sind beispielsweise bei Bluthochdruck und bei zu hohen Blutzuckerwerten eine gute Einsatzmethode. Auch Herzinfarkten und Schlaganfällen kann Weißer Tee entgegenwirken. Zudem ist der Tee entzündungshemmend, stärkt das Immunsystem und kann sogar bei der Behandlung von Krebs eingesetzt werden. Weißer Tee ist zudem bekannt dafür, dass er eine lebensverlängernde und verjüngende Wirkung haben kann.

Mal abgesehen von den gesundheitlichen Aspekten enthält Weißer Tee Koffein, weswegen er anregend wirkt. Im Gegensatz zu Schwarzem und Grünem Tee ist der Koffeingehalt aber deutlich geringer, wodurch er nicht als „Aufputschmittel“ geeignet ist. Besonders verträglich ist er bei Magenproblemen.

Weißer Tee und das Koffein

Wir wissen: Weißer Tee hat Koffein. Genauso wie Schwarzer Tee und Grüner Tee. Der Unterschied ist, dass im Weißen Tee der Koffeingehalt weitaus geringer ist, als bei seiner Verwandtschaft. Das liegt vor allem daran, dass für den Weißen Tee besonders junge Blätter und noch geschlossene Knospen verwendet werden. Je jünger die Pflanzenteile bei der Ernte sind, umso weniger Koffein enthalten sie. Wer also einen besonders magenschonenden Tee trinken möchte, ist mit dem Weißen Tee gut bedient. Gänzlich ohne Koffein oder Teein, wie man früher auch sagte, ist der Weiße Tee aber nicht.

Hat Schwarzer Tee einen Koffeingehalt von rund 25 mg auf 100 ml, ist es beim Grünen Tee mit 10 mg schon erheblich weniger. Weißer Tee hat mit 6 mg den geringsten Wert und liegt dabei am Ende der koffeinhaltigen Getränke. Kaffee und selbst Cola haben einen weitaus höheren Koffeingehalt zu bieten.

Weißer Tee während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft soll man viel trinken. Soweit klar. Bis zu drei Liter werden empfohlen, logisch, man trinkt ja nicht mehr nur für sich alleine. Nur was sollte getrunken werden, welche Getränke sind bekömmlich? Vor allem wenn es um Tees geht, stellen sich Frauen immer wieder diese Frage. Dabei ist es relativ einfach. Teesorten, die Koffein und Theobromin enthalten, sollten in Maßen getrunken werden, da sie eine aufputschende Wirkung haben, die anderen Tees, wie Kräutertee oder Früchtetees, können dagegen so oft wie man möchte getrunken werden.

Neben dem Schwarzen und dem Grünen Tee ist auch Weißer Tee während der Schwangerschaft zurückhaltend zu genießen. Im Schnitt sind zwei Tassen pro Tag unproblematisch. Weißer Tee ist aber gegenüber Schwarzem Tee bekömmlicher, weil dieser milder ist und er Koffeingehalt geringer. Möchte man mehrere Tassen pro Tag konsumieren, dann kann man die Wirkung auch abmildern, indem man entsprechend die Ziehzeit verkürzt und den Tee nicht zu stark werden lässt.

Weißer Tee – Qualität, die man schmeckt

Im Gegensatz zu vielen anderen Teesorten, ist Weißer Tee qualitativ hochwertiger. Warum? Schon allein deshalb, weil für Weißen Tee die ungeöffneten, noch jungen Blattknospen verwendet werden. Sie haben einen weißen Flaum, wodurch der Weiße Tee auch seinen Namen hat. Diese werden noch von Hand gepflückt und werden nach dem Trocknen nicht gerollt, damit sie nicht oxidieren. Dadurch ergibt sich die hohe Qualität, die den Weißen Tee ausmacht.

Hochwertiger Weißer Tee kommt vor allem aus der chinesischen Provinz Fujian, die sich im Süden des Landes befindet. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die schonende Luft- und Lichttrocknung. Hinzu kommt, dass Weißer Tee gesundheitsfördernd ist, weil er Polyphenole enthält, die freie Radikale unschädlich machen können. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt. Und nicht zuletzt wird man die hohe Qualität des Tees auch schmecken.

Weißer Tee und seine Sorten

Geschmäcker sind verschieden. Auch wenn es eine Auflistung der besten Weißteesorten gibt, muss jeder für sich selbst herausfinden, welche Sorte ihm am besten schmeckt. Eine solche Liste ist außerdem nie vollständig und kann immer wieder erweitert werden.

Der Weißtee kommt ursprünglich aus China, gehört hier zu den sechs wichtigsten Teesorten, wird aber mittlerweile auch anderswo angepflanzt, zum Beispiel auf Sri Lanka. Die zwei bekanntesten und wohl auch beliebtesten Weißteesorten sind der Yin Zhen, der bei uns besser unter „Silbernadel“ bekannt ist, und der Pai Mu Tan, auch „weiße Pfingstrose“ genannt. Da es aber noch viele weitere Sorten gibt, wollen wir Ihnen eine etwas größere Auswahl geben. Probieren Sie doch auch mal folgende Weißtees: Bai Hao Yin Zhen, Bai Mudan, White Monkey und White Pine Needle. Je nach der Sorte richtet sich im Übrigen auch der Preis, der schon mal bei 40 Euro pro 100 Gramm liegen kann.

Weißer Tee: die Zubereitung

Wie die meisten Tees, so sollte auch beim Weißtee das Wasser keinesfalls kochen, weil dadurch der Tee zerstört wird. Das wird man deutlich am Geschmack erkennen und auch die gesundheitsfördernde Wirkung wird beeinträchtigt. Die ideale Temperatur beträgt 75 Grad. Am besten das Wasser kochen und dann abkühlen lassen. Das beste Geschmackserlebnis wird erreicht, wenn Sie weiches und chlorarmes Wasser verwenden.

Pro Liter werden zwischen acht und zwölf Gramm Teeblätter verwendet. Die Ziehzeit kann bis zu fünf Minuten betragen. Übrigens sind beim Weißen Tee mehrere Aufgüsse möglich, wobei sich nicht nur die Intensität des Tees verändert, sondern jeder Aufguss auch einen neuen Geschmack aufweist. Da gerade Weißer Tee sehr hochwertig ist und folglich die besten Sorten auch entsprechend kosten, ist es nur anzuraten, mehrere Aufgüsse durchzuführen, schließlich will man sein Geld nicht zum Fenster rauswerfen, oder?

Weißer Tee: die Ziehzeit

Über die Ziehzeit haben wir schon kurz geschrieben, möchten dies aber noch etwas vertiefen. Es ist nämlich nicht immer nur reine Geschmackssache, wie lange man einen Weißen Tee ziehen lässt. Je länger Tee zieht, umso mehr Catechine, sogenannte Gerbstoffe, werden freigesetzt, gleichzeitig aber auch mehr Koffein. Nun können zwar die Gerbstoffe die Wirkung des Koffeins verringern, aber nicht neutralisieren. Das bedeutet, dass die Aussage, Tee würde bei einer kurzen Ziehzeit anregend und bei einer langen Ziehzeit beruhigend wirken, nicht stimmt.

Auch beeinflusst die Länge der Ziehzeit nicht die Stärke des Weißtees. Das ist ebenso ein Ammenmärchen. Wenn Sie einen stärkeren Tee haben möchten, dann müssen Sie mehr Teeblätter hineingeben. Die Ziehzeit wird bei Weißem Tee mit bis zu fünf Minuten angegeben. Länger sollten Sie den Tee nicht ziehen lassen. Warum? Weil sich durch längeres Ziehen immer mehr Gerbstoffe verflüchtigen, die den Tee mit der Zeit bitter werden lassen können.

Weißer Tee: zweiter Aufguss sinnvoll?

Dass Tee öfter aufgegossen werden kann, das wissen wir wohl alle. Ob ein zweiter Aufguss Sinn macht, hängt davon ab, wie hochwertig der Tee ist. Weil aber Weißer Tee in der Regel eine sehr hohe Qualität besitzt, ist ein 2. Aufguss quasi jederzeit möglich. Und sogar ein dritter und vierter, dazu aber gleich noch mehr.

Weißer Tee ist aufgrund seiner Qualität auch relativ teuer – schon allein deshalb sollte man die Teeblätter nach dem ersten Aufguss nicht wegwerfen. Je öfter man die Teeblätter aufgießt, umso länger ist auch die Ziehzeit. Wird beim ersten Aufguss eine Ziehzeit von bis zu fünf Minuten empfohlen, sollte sie beim zweiten Aufguss schon rund acht Minuten betragen, da der Tee sonst zu schwach wird. Um auch wirklich alle Inhaltsstoffe aus den Teeblättern zu ziehen, kann ein dritter und vierter Aufguss durchgeführt werden. Hier verlängert sich die Ziehzeit auf bis zu 15 Minuten. Werden viele Teesorten nach mehreren Aufgüssen bitter, sollte das bei einem hochwertigen Weißen Tee nicht der Fall sein.

Weißer Tee und das Wasser – was ist zu beachten?

Wasserhahn auf und Wasser für den Tee gezapft – ist es wirklich so einfach? Gerade über dieses Thema machen sich viele Teetrinker in der Regel wenig Gedanken. Es ist die einfachste Lösung und wer noch nie Teewasser im Vorfeld gefiltert hat, der hat auch keinen Vergleich, wie Weißer Tee schmecken könnte. Warum aber das Wasser filtern? Nun, im Leitungswasser befindet sich viel Kalk. Kalk kann den Geschmack beeinflussen – vergleichen Sie ruhig mal direkt, Sie werden den Unterschied bemerken!

Wenn Sie keinen Filter daheim haben, dann können Sie auch natürliches Quellwasser oder stilles Mineralwasser nehmen. Dadurch wird das Geschmackserlebnis noch intensiver. Was bei anderen Teesorten womöglich nicht viel ausmacht, sollte man beim Weißen Tee berücksichtigen, da dieser sehr empfindlich ist. Wer also keine geschmacklichen Nachteile haben möchte, der achtet auch auf die Wasserqualität – wäre doch schade um den leckeren Weißtee, oder?

 

Weitere Informationen rund um den Tee

 

Bilder:
© Andrei Katyshev | Dreamstime.com
© Poolkaks | Dreamstime.com (2 Bilder)