Afrika – Kenia hat hier die Nase ganz klar vorne

Teeanbau in Afrika

© guenterguni | istockphoto.com (#15952444 – Afrikanisch-Straße mit grünem Tee fields, dem Kongo) Auch Afrika ist ein Tee-Kontinent, ganz weit vorne: Kenia. Afrikas Teeplantagen bringen vor allem den Rooibos und den Honeybuschtee hervor.

Denkt man an Tee, denkt man zuerst an China, Indien und Japan. Das sind auch die wichtigsten Teeanbaugebiete. Aber auch Afrika hat sich seit dem frühen 20. Jahrhundert zu einem wichtigen Tee-Kontinent entwickelt. Hier liegt Kenia ganz weit vorne! Das Klima ist optimal, die Temperaturen liegen konstant über 25 Grad und die Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 75 Prozent. Aber auch andere afrikanische Länder tun sich hervor: Südafrika, Malawi und Tansania sind neben Kenia die wohl wichtigsten Anbaugebiete. Zudem gibt es in Kamerun, Masambique, Burundi, Zimbabwe, Zaire und Uganda zahleiche Teeplantagen. Diese bringen vor allem den Rooibos Tee und den sogenannten Honeybuschtee hervor. Allein Kenia hat eine Exportquote von rund 15 Prozent, die abnehmstärksten Länder sind Großbritannien, Irland, die Niederlande und Deutschland.

Da man in Afrika nicht über hochtechnisierte Erntemaschinen verfügt, wird das CTC-Broken-Tee Verfahren angwendet. Dabei werden die Blätter und die Knospen (mehr wird von den Teepflanzen nicht geerntet) per Hand gepflückt und getrocknet. Anschließend wird der Tee zermalen, zerrissen und gerollt. Die CTC-Broken-Tee Methode heißt eigentlich „Crushing-Tearing-Curling“. Erfunden wurde sie 1931, um das Gesamtgewicht bzw. die Ausbeute des Tees zu erhöhen. Tees, die mit dieser Methode hergestellt wurden, finden ausschließlich in Teebeuteln Verwendung. Doch auch hier gibt es Unterschiede. Drei Sortierungsgrade sind zu unterschieden: Broken Pekoe, Pekoe Fannings und Pekoe Dust. Durch das Zermalen der Blätter wird außerdem bewirkt, dass sich die Fermentationszeit stark verkürzt und der Koffeingehalt höher liegt, als bei Tees, die durch andere Methoden hergestellt wurden. Allerdings sollen diese Tees auch weniger Aroma und eine geringere Qualität besitzen. Ob das stimmt, gilt es geschmacklich mal zu testen.

 

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