Indonesien – die Holländer brachten den Tee

Indonesischer Tee ist hierzulande nicht immer so leicht zu finden. Auch wenn Tees aus Indonesien über zehn Prozent der Weltproduktion ausmachen, sind es doch eher die USA, Großbritannien, Polen, Russland, Tschechien und viele weitere osteuropäische Länder, die Hauptabnehmer für diese Tees sind. Dank des Internets kann man aber auch in Deutschland Tee aus Indonesien bekommen.

Tee aus Indonesien

© photosoup | istockphoto.com (#6631324 – Plantage) Vor allem in Sumatra und Java wird Indonesischer Tee angebaut.

Schon in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts hatte man damit begonnen, Tee anzubauen. Natürliche Teevorkommen gab es auf Indonesien nicht, da musste erst die Kolonialmacht Niederlande kommen, und den Tee mitbringen. Schnell fand man dort Gefallen daran, vor allem entdeckte man das Getränk als Exportware. Leider sorgte der Zweite Weltkrieg dafür, dass der Handel fast vollkommen zum Erliegen kam. Erst 1984 begann man wieder damit, Tee anzubauen und zu exportieren. Seitdem aber sehr erfolgreich.

Indonesischer Tee wird vor allem in Java und Sumatra angebaut. Da die Plantagen sich in unterschiedlichen Höhen befinden, kann man über eine reiche geschmackliche Vielfalt verfügen. Besonders hervorzuheben sind Schwarzer Tee, Grüner Tee und Oolong Tee. Sie werden zwar das ganze Jahr über geerntet, die Haupternte findet aber im August und September statt. Warum? Nicht etwa, weil es dann mehr zu ernten gäbe, sondern weil in diesen beiden Monaten die Qualität am höchsten ist.

Java hat auf Indonesien die besten Anbauverhältnisse. Dort kann direkt auf Vulkanboden angebaut werden, was den Pflanzen ganz besonders gut tut. Da es auf Java allerdings irgendwann räumliche Probleme gab, wich man auch auf Sumatra aus. Obwohl dort die Verhältnisse nicht optimal sind (Regenwald), gedeiht Tee hervorragend und die Insel steuert ihren Teil zu den schmackhaften indonesischen Teesorten bei.

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