Der Zeitpunkt der Ernte entscheidet, wie der Tee schmeckt

Tee wird nicht nur einmal im Jahr geerntet, sondern – solange die Teepflanze noch im Wachstum ist – alle sechs bis 14 Tage. Alle anderen Ernten richten sich nach der Lage des Anbaugebiets. So kann es ebenso durchgehende Erntezeiten geben, aber auch zeitlich begrenzte. Dabei beeinflusst der Zeitpunkt der Ernte den Geschmack und auch die Farbe des Tees. Und dann sind da noch die Anbaugebiete in Nepal, Darjeeling, Sikkim und weiteren Gebieten am Himalaja, bei denen es spezielle Pflückperioden gibt. Insgesamt sind es vier Stück: First Flush, In Between, Second Flush und Autumnal.

Tee Erntezeit

© georgeclerk | istockphoto.com (#14956358 – Tee-Anbau) Tee wird mehrmals im Jahr geerntet, wobei es auch – je nach Anbaugebiet – verschiedene Pflückperioden gibt, wie beispielsweise den First Flush.

Der First Flush beginnt im März und geht bis Mitte April. Das Aroma dieser Tees ist frisch und spritzig, da hierfür vor allem die jungen Triebspitzen genutzt werden. Allerdings sollte die Ernte beim First Flush nicht allzu lange gelagert werden, da er sehr schnell das Aroma verlieren kann. Der First Flush Tee ist qualitativ sehr hochwertig. Eine Ernte, die von April bis Mitte Mai stattfindet, nennt man „In Between“. Das Aroma ist kaum vergleichbar mit dem First Flush, weswegen diese Blätter auch meist nur zum Strecken verwendet werden.

Der Mai und der Juni sind dann die beste Erntezeit für den Second Flush. Daraus entsteht ein kräftiger, aromatischer Tee, der ein sehr würziges Aroma bietet. Sind Tees aus der First Flush Ernte schon hochwertig, ist die Qualität beim Second Flush kaum zu überbieten und können entsprechend lange gelagert werden. Gegen Ende des Jahres, von Oktober bis November, gibt es dann noch den „Autumnal“. Ein Tee, der zwar nicht mehr hochklassig ist, dennoch einen vollmundigen Charakter aufweist. Da seine Gerbstoffe reduziert sind, ist er besonders weich.

 

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