Grüner Mate – der Tee, der sticht

Als ich gerade den lateinischen Namen für den Mate-Strauch gelesen habe, der „Ilex paraguiariensis“ heißt, dachte ich mir, „Ilex, das sind doch die Stechpalmen, die auch in den Vorgärten stehen“. Und davon wird Tee gemacht? Natürlich nicht von diesen, aber in der Tat gehört der Mate-Strauch zu den Stechpalmen, dessen Heimat Südamerika ist. Dabei leitet sich der Name „Mate“ nicht von den Pflanzen ab, sondern ist die Bezeichnung für das Wort „Trinkgefäß“ in vielen indigenen amerikanischen Sprachen.

Grüner Mate-Tee

© wime | istockphoto.com (#12771284 – Yerba Mate) Der Mate-Strauch gehört zu den Stechpalmen, die in Südamerika beheimatet sind.

Grüner Mate kommt also aus Südamerika und findet dort mit einer Durchschnittstemperatur von 20 bis 23 Grad und einer recht hohen Luftfeuchtigkeit optimale Wachstumsbedingungen. Er wächst überwiegend in Höhen zwischen 400 und 800 Metern. Grüner Mate Tee wird schon seit langer Zeit getrunken, schon vor der Kolonialisierung wussten die Ureinwohner, wie lecker dieses Getränk schmeckt. Vermutlich aber waren es die therapeutischen Eigenschaften, die den Mate ausmachen. So stärkt er den Kreislauf, regt den Stoffwechsel an, hilft der Verdauung und kann auch zur äußeren Anwendung von Ekzemen herangezogen werden. Allerdings soll Grüner Mate auch ein gewisses Krebsrisiko haben, zumindest bei häufigem Konsum. Grund dafür sind die Inhaltsstoffe Benzoapyrene und Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die bei der Rauchtrocknung entstehen.

Grüner Mate Tee wird traditionell in einer sogenannten Kalebasse zubereitet, das ist ein ausgehöhlter Flaschenkürbis, die natürlich niemand mehr selbst herstellen muss, sondern die man kaufen kann. Die Innenwände werden nun angefeuchtet und der Grüne Mate an die Wände gedrückt. Nun mit heißem Wasser aufgießen und einige Minuten ziehen lassen. Dann wird er mit Hilfe einer Bombilla (ein Trinkhalm aus Metall, an dem vorne ein Sieb zu finden ist) getrunken. Das Sieb verhindert, dass der Teesud mitgetrunken wird. Ist die Kalebasse leer, kann sie wieder aufgefüllt werden.

 

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