Tee-Blattgrade: Wie Schwarztee eingeteilt wird

Teeblätter

© Manuel Gross – Fotolia.com (#57159853 – Tea) Die Tee-Blattgrade lassen erkennen, wie hochwertig ein Tee ist.

Heute wollen wir mal etwas tiefer mit den Unterschieden von Aroma, Farbe und letztendlich Qualität der Schwarztees beschäftigen. Ein „gewöhnlicher“ Teetrinker macht sich da vielleicht nicht so die Gedanken, wie ein echter Feinschmecker. Wer so einer werden will, der sollte sich mit den Tee-Blattgraden auseinandersetzen. Diese bestimmen die unterschiedlichen Blattfragmente, die bei der Herstellung entstehen. Von ganzen bis hin zu gebrochenen Blättern sind alle Blattgrade dabei. Jeder Tee-Blattgrad hat dabei eine unterschiedliche Bezeichnung und zeigt an, wie hochwertig er ist.

Streift man so durch das Internet, findet man unterschiedliche Aussagen. Auf manchen Seiten werden die Blattgrade in vier Gruppen eingeteilt: Blatttees, Broken Tees, Fannings und Dust. Da diese aber wiederum unterteilt werden, wollen wir hier auf diese Unterteilung in Gruppen verzichten, da es sonst zu kompliziert wird. Wir möchten Ihnen die gängigsten Blattgrade vorstellen mit dem Wissen, dass es weitere gibt, die wir hier nicht aufzählen. Vor allem die Off-grades, die zusätzlich kleine Zweige enthalten.

Tee-Blattgrade
P = Pekoe: Dabei handelt es sich um einen Blattgrad, der sehr hochwertig ist. Es kommen – wenn überhaupt – nur sehr wenige, gebrochene Blätter vor. Allerdings ist er nicht so ergiebig wie Tees mit gebrochenen Blättern.

OP = Orange Pekoe: Auch wenn es viele glauben, mit Orangen hat diese Bezeichnung nichts zu tun. Der Orange Pekoe wird ausschließlich aus ganzen Teeblättern hergestellt und ist sehr stark im Duft, dafür einen leicht bitteren Geschmack, der Abgang ist süßlich.

FOP = Flowery Orange Pekoe: Lange Blätter und nur einige wenige Blattspitzen charakterisieren diesen Tee-Blattgrad. Qualitativ gehört der FOP in China zur Qualitätsstufe 1, in Indien nur zur Stufe 2.

GFOP = Golden Flowery Orange Pekoe: Zwei gleiche Teile, einmal lange Blätter, einmal Blattspitzen – so wird der GFOP hergestellt.

TGFOP = Tippy Golden Flowery Orange Pekoe: Nur Tees aus Assam und Darjeeling tragen diese Bezeichnung, die zeigt, dass der Tee aus langen Blättern und Blattspitzen besteht, wobei in keinem anderen Tee mehr Blattspitzen vorkommen als hier.

FTGFOP = Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe: Die Herstellung des FTGFOP Tees wird ausschließlich per Hand durchgeführt, der Tee wird nur von ausgewählten Plantagen geerntet und nur in den besten Jahren.

SFTGFOP = Special Tipps Golden Flowery Orange Pekoe: Der wohl höchste Blattgrad in Sachen Qualität bei Blatttees. Ähnlich wie FTGFOP nur mit einem besonders hohen Anteil an Blattspitzen.

BP = Broken Pekoe: Hierbei handelt es sich um einen Blattgrad, bei dem die Blätter gebrochen, also durch Schneiden oder Rollen zerkleinert werden.

BOP = Broken Orange Pekoe: Wie auch beim OP ist hier der Duft charakteristisch. Zerkleinert werden die Teeblätter entweder mit der Hand oder maschinell.

FBOP = Flowery Broken Orange Pekoe: Der FBOP hat vor allem lange Blätter, darunter einige wenige Blattspitzen und auch diese werden gebrochen bzw. maschinell zerkleinert.

GFBOP = Golden Flowery Broken Orange Pekoe: Dieser Blattgrad wird hauptsächlich in Assam hergestellt und ist von den Broken Tees der wohl hochwertigste.

PF = Pekoe Fannings: Der PF ist ein besonders kräftiger Tee. Dies liegt an der Zerkleinerung, denn die Teeblätter sind maximal einen Millimeter groß. Genutzt wird der Pekoe Fannings vor allem für Teebeutel.

PD = Pekoe Dust: Hierbei handelt es sich um den feinsten Blattbruch, den es gibt. Teeblätter oder Blattspitzen sind nicht mehr zu erkennen, der PD ist quasi staubfein.

 

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