Tee genießen: Im Beutel oder lieber lose?

    Der Teebeutel ist eine prima Erfindung für den Tee zwischendurch. Man muss nicht lange mit Teesieben hantieren oder gar die losen Blätter aus dem Wasser fischen. Man hängt einfach den Teebeutel in die Tasse oder die Kanne und gießt Wasser drauf. Danach nur noch herausnehmen und fertig ist das aromatische Heißgetränk. Dabei heißt es doch immer, man sollte möglichst auf Teebeutel verzichten. Ja was denn nun?

    Teebeutel Teegenuss

    © Antagain | istockphoto.com (#11657425 – Teebeutel in heißes Wasser) Teebeutel sind praktisch, aber nicht jedermanns Geschmacksache.

    Also: Es gibt zahlreiche Verfechter, die den Teebeutel niemals im Leben verwenden würden. Denn viele Teekenner sagen, dass Tee im Beutel nicht mehr so viele Aromastoffe hat, als lose Blätter. Früher mag das vielleicht noch gestimmt haben, denn da wurden für die Teebeutel wohl oft Blätter minderwertiger Qualität verwendet, die man nicht mehr lose verkaufen konnte. Also wurden diese Blätter gemahlen und in Beutel verpackt. Heute ist das nicht mehr so. Dennoch wird die Verwendung von Teebeuteln noch immer als „Unkultur“ bezeichnet. Ob sich das Aroma eines Tees im losen Zustand im Wasser besser entfalten kann, als gemahlen in einem Teebeutel, das sei mal dahingestellt und sollte jeder einfach selbst ausprobieren. Ist ja schließlich Geschmackssache.

    Was aber unumstößlich ein Nachteil von Teebeuteln ist: Sie sind in der Regel teurer als offener Tee. Dies liegt am teureren Herstellungsverfahren. Wer also Geld sparen möchte, meidet die Teebeutel. Übrigens ist der Teebeutel bereits über 100 Jahre alt und resultierte aus einem Zufall. Ein Teehändler aus den USA hatte ihn versehentlich erfunden, als er das Gewicht beim Versand reduzieren wollte. Damals wurde loser Tee noch in schweren Blechdosen verschickt. Er füllte den Tee einfach in kleine Seidenbeutel ab und umging so das Gewichtsproblem.