Das Geschäft mit dem Wellness-Tee

Die Namen von sogenannten Wellness-Tees haben es schon mal in sich: „Quelle der Energie“, „Feuertiger“, „Hol Dir Kraft“, „Ruhequell“, „Harmonische Momente“, „Feel Relaxed“ – wir könnten durchaus so weitermachen und würden noch viele solcher klangvoller Teenamen finden. Wie es in der Werbung eben so ist: Das Produkt muss gut klingen und gut aussehen. Namen müssen überzeugen, Bilder oder Farben auf den Verpackungen zum Einkauf anregen. Greift der Kunde zu, hat man alles richtig gemacht. Was sich der Kunde allerdings auch mal fragen sollte: Was ist überhaupt ein Wellness-Tee? Halten die Tees, was die Namen versprechen und könnte man nicht auch selbst einen Wellness-Tee mixen?

Wellness-Tee – was ist das?
Unter einem Wellness-Tee versteht man laut Definition ein heißes Aufgussgetränk, das einen positiven Effekt auf das körperliche Befinden und die Fitness haben soll. Weiterhin soll ein Ausgleich zwischen Körper und Seele entstehen. Nun, das hört sich vielversprechend an, aber braucht man dazu wirklich Tees, die doppelt oder dreimal so teuer sind, wie herkömmliche Tees, und das nur, weil Wellness drauf steht? Wir meinen, nein! Und wollen Ihnen das auch kurz erläutern.

Wellness-Tee

© fortyforks – Fotolia.com (#77095580 – Green spa tea) Mit nur wenigen Zutaten können Sie sich selber einen Wellness-Tee, ganz nach Ihrem persönlichen Geschmack und Ihren Vorlieben, mischen und zusammenstellen.

Dreht es sich um einen Wellnesstee, dann ist das meistens ein Kräutertee, ein Schwarzer Tee oder ein Grüner Tee, die entsprechend mit Gewürzen, Früchten oder Aromen angereichert werden. Wer sich demnach ein bisschen auskennt und weiß, welche Tees wie wirken, kann sich seinen eigenen Wellness-Tee zusammenbrauen. Daher hier eine kurze Zusammenfassung von Tees und wie diese auf den Organismus wirken.

Entspannung bieten vor allem Kräutertees wie Lavendel, Baldrian, Fenchel oder Passionsblumenkraut. Auch Mischungen aus Hopfenzapfen, Baldrianwurzel und Melissenblätter haben eine entspannende Wirkung. Möchten Sie nicht selbst mischen, ist Grüntee aufgrund seiner Gerbstoffe, also dem Tannin, besonders gut geeignet.

Belebend wirken bei Kräutertees vor allem Zitronengras, Basilikum, Petersilie, Pfefferminze, Johanniskraut, Ingwer, Rosmarin und auch Thymian. Schwarzem Tee wird nachgesagt, dass er ebenfalls anregend und belebend ist. Das stimmt soweit, allerdings nur dann, wenn er nicht länger als fünf Minuten zieht. Je kürzer, umso besser, denn dadurch können nur wenige Gerbstoffe freigesetzt werden. Diese wirken nämlich beruhigend und neutralisieren somit das Koffein.

Konzentrationsfördernd sind Kräutertees, die beispielsweise aus Zitronenmelisse, Basilikum oder Kardamom gemacht werden. Auch hier kann der Schwarze Tee mit kurzer Ziehzeit helfen.

Fazit: Es ist sicherlich nicht falsch, einen fertigen Wellness-Tee mit wohlklingendem Namen zu kaufen. Nur ist es auch nicht das Nonplusultra. Wenn Sie fertige Tee-Mixtouren kaufen, sollten Sie aber auch immer einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen. Ansonsten: fröhliches Wellnessen!

 

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