Chinesische Teezeremonie – vom guten Geruch bis zur langen Freundschaft

Während die Teezeremonie in Japan sehr stark verfeinert wurde, ist die chinesische Teekultur so gehalten, dass sie von der breiten Bevölkerung zelebriert werden kann. Benötigt werden für die chinesische Teezeremonie Teeschalen und eine, am besten zwei Teekannen. Damit lässt sich schon eine Zeremonie abhalten. Natürlich kann das Geschirr entsprechend verfeinert werden.

Chinesische Teezeremonie

© julenochek – Fotolia.com (#40072960 – A young man holds a Chinese tea ceremony) Die chinesische Teezeremonie wir in jeder Region anders zelebriert.

Die bekannteste Teezeremonie ist die Gongfu Cha. Dabei werden die Teekanne und die Schalen vom Teemeister zuerst mit heißem Wasser gespült. Nun kommen die Blätter des Oolong Tees in die Kanne und werden mit heißem Wasser übergossen. Dieser erste Aufguss wird nicht getrunken, denn er ist noch sehr bitter, riecht aber schon sehr gut. Deswegen wird er „Aufguss des guten Geruchs“ genannt. Nun wird die Kanne ein zweites Mal mit Wasser gefüllt, die Teeblätter müssen bis zu einer halben Minute ziehen, danach wird der Tee in eine zweite Kanne gegossen und von dort erst in die Teeschalen. Dies nennt man „Aufguss des guten Geschmacks“. Der Grund, warum der Tee in eine zweite Kanne kommt ist einfach erklärt: Die Teeblätter sollen nicht weiter arbeiten können, was sie im Wasser tun würden. So können bis zu 15 weitere Aufgüsse erfolgen (je nach der Teequalität). Diese nennt man dann die „Aufgüsse der langen Freundschaft“. Um den Geschmack der weiteren Aufgüsse zu erhalten, wird die Ziehzeit pro Aufguss um zehn Sekunden verlängert.

Je nach Region werden die chinesischen Teezeremonien immer wieder etwas anders zelebriert. So wird bei einer Variante zum Beispiel der Aufguss erst in einen sogenannten Duftbecher gegeben, ehe er in die Teeschale kommt. Vor dem Trinken wird das Teearoma durch Riechen am Duftbecher aufgenommen. Natürlich muss es bei einer chinesischen Teezeremonie nicht immer Oolong Tee sein. Beliebt sind auch Jasmintee, schwarzer Tee oder pulverisierter Grüntee. Selbst das Zugeben, beispielsweise von Früchten, Sesam oder Ingwer ist möglich.

 

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