Oolong – der schwarze Drache unter den Tees

Oolong-Tee

© wnights | istockphoto.com (#16146578 – TeiGuanYin Tee) Oolong – auch bekannt als schwarzer Drache.

Zugegeben, wenn man sich die verschrumpelten Teeblätter des Oolong ansieht, dann sehen die nicht besonders ansprechend aus. Müssen Sie auch nicht, schließlich wollen wir uns Tee auch nicht anschauen, sondern ihn genießen. Und das kann man mit Oolong ziemlich gut. Wer sich als Teekenner bezeichnet, der weiß, dass sein Aroma als besonders blumig bezeichnet werden kann. Sollten Sie mal von einem blauen Tee hören, dann könnte damit durchaus der Oolong-Tee gemeint sein, da seine Farbe tatsächlich ins Bläuliche geht.

Doch ebenso wie bei der Farbe streiten sich auch die Geister bei der Bedeutung. Schwarzer Drache oder schwarze Schlange wird meistens als Übersetzung für Oolong hergenommen. Unterstützt werden diese Bezeichnungen durch Legenden, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden.

Bei der Oxidation liegt der Oolong zwischen Grünem (kürzere) und Schwarzem Tee (längere Oxidation). Nach dem Pflücken welken die Blätter erst einmal in der Sonne, bevor sie zum Ruhen separat gelagert werden und somit die Oxidation stattfinden kann. Um die Oxidation zu stoppen, werden die Teeblätter in Eisenpfannen erhitzt.

Dong Ding Oolong ist nicht etwa ein asiatisches Lied, sondern neben Te Kwam Yin eine der besten Teesorten überhaupt. Dong Ding Oolong kommt aus Taiwan, wo er in den traditionellen Anbaugebieten Miaoli, Luku, Pinglin und Xinzhu angebaut wird. Neben Taiwan, der eigentlichen Herkunft von Oolong, wird die Teesorte mittlerweile auch in Indien, Thailand, Malaysia, Vietnam und Kenia angebaut. Die unterschiedliche Herkunft kann man am Geschmack erkennen. Und noch eine Besonderheit: Oolong kann mehrmals aufgegossen werden, was in der Chinesischen Teezeremonie dreimal zelebriert wird.

 

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