Weißer Tee, der eigentlich ein Grüner Tee ist – oder?

Reicht es nicht, dass es schon so viele unterschiedliche Tee-„Farben“ gibt, muss man die nun auch noch mischen? Nein, natürlich nicht. Allerdings soll jeder Teegenießer schon mal vorgewarnt sein: Denn auch wenn viele „Unwissende“ einen Weißen Tee gerne als eine spezielle Sorte des Grünen Tees bezeichnen, ist das faktisch falsch! Und um den Verkäufer von der eigenen Fachkenntnis zu überzeugen, können Sie anbringen, dass es sich beim Weißen Tee um eine selbstständige Herstellungsmethode handelt, weshalb es sich hierbei eben nicht um Grünen Tee handelt.

Weisser Tee

© Jamesmcq24 | istockphoto.com (#13626317 – Haufen von weißem Tee) Für den Weißen Tee werden nur die jungen Teeknospen verwendet.

Weißer Tee wird deswegen so bezeichnet, weil für ihn nur die jungen Teeknospen verwendet werden. Diese haben einen weißen Flaum, der seidenartig schimmert. Diese Blätter werden ausschließlich für den Weißen Tee verwendet. Für ein Kilogramm braucht man übrigens 30.000 Knospen – puh, ganz schön viel! Angebaut wird Weißer Tee in nahezu allen Teeregionen, die man so rund um den Erdball kennt, darunter natürlich auch die bekannten, wie Darjeeling, Assam, Sri Lanka und Malawi.

Der Unterschied zu den anderen Teesorten besteht darin, dass beim Weißen Tee gerade einmal zwei Prozent fermentiert werden – wenn man das bei der geringen Prozedur überhaupt so nennen kann. Diese Fermentierung entsteht während die Teeblätter welken, wodurch Bestandteile durch Enzyme oxidieren. Die Welkzeit beiträgt hierbei maximal 14 Stunden, ist also im Gegensatz zu anderen Teesorten, eher gering. Nach zwei Trocknungsvorgängen, die zwischen zehn und 15 Minuten dauern, kann der Tee abgepackt werden.

Da Weißer Tee zu den hochwertigen Sorten gehört, ist er verhältnismäßig teuer und kann pro 100 Gramm bis zu 40 Euro kosten. Die bekanntesten Sorten sind im Übrigen Yin Zhen (Silbernadel) und Pai Mu Tan (weiße Pfingstrose).

 

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