Gunpowder – der Grüne Tee mit „Schuss“

Soviel schon mal vorweg: Wer glaubt, es handele sich hier um Tee, der mit einem Schuss Rum getrunken wird, der irrt sich! Gunpowder ist ein Grüner Tee, der nur deshalb den englischen Namen für „Schießpulver“ bekommen hat, weil die Teeblätter nach der Ernte zu kleinen Kügelchen verarbeitet werden. Die sehen Schrotkugeln so ähnlich, dass die Namensgebung sehr nahe lag.

Gunpowder

© clemarca | istockphoto.com (#18191955 – Chinesische Green Tea Schießpulver) Der Name ist Programm … der Gunpowder sieht Schrotkugeln recht ähnlich.

Gunpowder kommt ursprünglich aus China, wird aber auch in Taiwan und Sri Lanka angebaut. Im Laden kann man ihn als Pingshui, Ceylon und Formosa Gunpowder bekommen. Die Namen bekamen die Sorten natürlich wieder von ihren Anbaugebieten. Dieser Sorte des Grünen Tees wird im Übrigen nachgesagt, dass sie die höchste Koffeinkonzentration von allen hat. Hinzu kommen viele weitere positive Eigenschaften, wie die Reichhaltigkeit an Vitaminen wie A, B, B12 und C, außerdem an Kalzium, Karotin, Magnesium und auch Kalium.

Angebaut wird Gunpowder bereits seit über 2.500 Jahren, als Tee getrunken seit dem 7. Jahrhundert. Die Blätter werden nach der Ernte sofort geröstet, damit die Fermentierung nicht einsetzen kann. Anschließend entstehen die bereits angesprochenen Kügelchen, die auch heute hin und wieder noch von Hand hergestellt werden. Meistens übernehmen das aber Maschinen. Durch die Kugelform müssen die Blätter länger trocknen, als andere Teesorten, weswegen sie auch eine dreistufige Trocknung durchlaufen.

Beim Genuss von Gunpowder ist besonders darauf zu achten, dass der Tee frisch ist. Das kann man sehr leicht an den Kügelchen erkennen, die glänzen müssen. Tun sie das nicht, Finger weg! Eine offene Packung sollte deswegen auch zeitnah getrunken werden, da der Tee sonst sein charakteristisches Aroma verliert.

 

Weitere Artikel rund um den Tee