Hagebuttentee: Von der Rose zum Getränk

    Ich kann mich noch gut an früher erinnern: Als ich noch klein war, gab es sehr oft entweder Pfefferminztee oder Hagebuttentee. Ja gut, wenn ich krank war meinte meine Mutter, mir Fencheltee oder Kamillentee vorsetzen zu müssen – die mochte ich dann nicht unbedingt. Denk ich heute noch an Hagebutten, dann fallen mir vor allem die reifen Früchte an den Rosensträuchern ein. Die haben wir als Kinder geöffnet und die darin befindlichen kleinen Nüsse (ja, die heißen wirklich so) jemanden, den wir ärgern wollten, im Nacken verrieben. Das hat ganz schön gejuckt und war ein Heidenspaß! Dass Hagebutten die Früchte an Wildrosen sind, wusste ich damals noch nicht. Vor allem die sogenannte Hundsrose liefert die schmackhaften Früchte, aus denen man neben Tee noch so allerlei anderes machen kann. Übrigens, wenn Ihnen die Begriffe Hiffen, Rosenäpfel, Hetschepetsche, Mehlbeere oder Hägen über den Weg laufen, dann ist damit nichts anderes gemeint, als die Hagebutte.

    Hagebuttentee

    © steinerpicture – Fotolia.com (#71049046 – Heisser Hagebuttentee im Glas) Wenn Sie gerne richtigen Hagebuttentee trinken möchten, können Sie diesen Früchtetee aus gesammelten Hagebutten einfach selber machen.

    Hagebuttentee selber machen
    Es soll ja Menschen geben, die sich gerne mal Hagebuttentee selber machen wollen oder dies sogar mit Leidenschaft tun. Wer es das erste Mal angehen will, muss wissen, dass das eine ziemlich schweißtreibende Arbeit werden kann. Nachdem die Hagebutten gesammelt und gewaschen wurden, müssen sie halbiert werden. Nun entfernt man die Kerne – wie wir gelernt haben, heißen die Nüsse – und auch die feinen Härchen müssen weg. Eine „Fitzelarbeit“, für die nicht jeder geschaffen ist. Wenn Sie es so weit geschafft haben, ist der Rest ein Kinderspiel: Früchte ausbreiten und trocknen lassen. Danach zerkleinern und mit heißem Wasser aufgießen. Fertig ist der selbstgemachte Hagebuttentee.

    Alternativ können Sie die Kerne auch mit den Früchten in einem Mörser zerstoßen – aber das ist dann Geschmackssache. Um die Hagebutten schneller zu trocknen, geben Sie sie bei 40 Grad für 20 Minuten in den Backofen. Bitte vergleichen Sie aber nicht den Geschmack mit den gekauften Hagebuttentees, denn in diese sind meistens noch andere Pflanzen, wie etwas Hibiskus beigemischt. Und noch etwas: Bei selbstgemachtem Hagebuttentee müssen Sie nicht warten, bis das Wasser eine rote Farbe angenommen hat, denn das wird nicht passieren.

    Die Zubereitung von Hagebuttentee
    Um Hagebuttentee richtig zuzubereiten, sollte das Wasser kochen, also eine Temperatur von 100 Grad haben. Pro Liter verwenden Sie vier bis fünf gehäufte Teelöffel Hagebutten. Die Ziehzeit ist mit zehn bis 15 Minuten relativ lange. Da es sich um einen Früchtetee handelt, enthält dieser keine Gerbstoffe und kein Koffein, kann also problemlos von Kindern und Schwangeren getrunken werden und ist auch als Getränk vor dem Schlafengehen geeignet.

     

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