Mittelasien – Tee nur für den eigenen Gebrauch

    Während die meisten Länder Tee nicht nur für den Eigengebrauch herstellen, sondern auch exportieren, ist es in Mittelasien anders. Bevor man näher auf die Tee-Anbaugebiete dort eingeht, sollte man sich erst einmal einen Überblick verschaffen, was alles zu Mittelasien, oder auch Zentralasien genannt, gehört. Überwiegend sind das die Länder der ehemaligen Sowjetunion, also unter anderem Russland, Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan. Aber auch die Mongolei, Iran, Irak und sogar die Türkei gehören zu Mittelasien.

    Teeanbau in Mittelasien

    © EmelErnalbant | istockphoto.com (#10325982 – Frau hält Korb im Tee garden) Auch in Mittelasien wird Tee, vor allem Schwarzer Tee, angebaut.

    Darunter ist augenscheinlich nun kein Land, das man mit Tee in Verbindung bringt – und dennoch haben wir schon die wichtigsten Tee produzierenden Länder genannt: Russland, die Türkei und der Iran gehören hier an erster Stelle genannt. Der Unterschied zu anderen Nationen wie China, Japan oder Indien ist einfach der, dass man Tee aus den mittelasiatischen Ländern kaum kennt, weil dieser eben kaum bis gar nicht ins Ausland gelangt. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Teekultur in diesen Ländern nicht vorhanden ist.

    Angebaut wird in Russland, der Türkei und im Iran vor allem Schwarztee. Allerdings darf man nicht von besonders hochwertigen Qualitätstees ausgehen. Der Grund ist einfach: Die Tee-Anbaugebiete liegen zumeist in einem sehr rauen Klima, was nur den Anbau von qualitativ einfachen Sorten zulässt. Dies ist wohl auch der Grund, warum der Tee nicht exportiert wird. Die Qualität kann mit Pflanzen aus einem anderen Teeanbaugebiet kaum mithalten. Wenn Sie aber mal in diesen Ländern weilen sollten, versäumen sie es nicht, sich auch mal von diesen Teesorten zu überzeugen – ob´s nun schmeckt oder nicht, sollte man zumindest mal ausprobieren.

     

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