Rauchtee: Auch für Nichtraucher geeignet

Nein, beim Rauchtee werden nicht die getrockneten Teeblätter gerollt und dann genüsslich geraucht. Der Name kommt vielmehr durch das besondere Herstellungsverfahren des Schwarztees. Die Blätter werden zuerst geräuchert. Dazu nutzt man den Rauch von Kiefernwurzeln, alternativ wird Fichtenholz verwendet, das besonders harzhaltig ist. Nach der Räucherung kommen die Teeblätter in eine Pfanne und es geht ans Rösten. Im dritten Schritt wird noch einmal geröstet, dabei werden die Blätter in Bambuskörbe über offenem Feuer geschwenkt. Ein relativ hoher Aufwand, der dem Rauchtee sein unverwechselbares Aroma gibt.

Rauchtee

© sulupress – Fotolia.com (#24907779 – China Lapsang Souchong Schwarzer Tee) Der Rauchtee, ein Schwarztee, heißt im Original auch Lapsang Souchong.

Rauchtee kommt aus China
Seine Ursprünge hat der Rauchtee, der im Original auch Lapsang Souchong heißt, in China. Genauer in der Provinz Fujian. Dort wird er seit eh und je im Wuyi-Gebirge angebaut. Im Laufe der Zeit reichte aber dieses Anbaugebiet alleine nicht mehr aus – die Nachfrage war einfach zu groß. Ergo mussten die Anbaugebiete des Rauchtees expandieren. Das bedeutet, dass er heute auch in anderen Regionen Chinas zuhause ist und selbst in Russland angebaut wird. Dort kennt man ihn vor allem als sogenannten Karawanentee, wobei er hier der bekannteste dieser Art ist.

Rauchtee richtig genießen
Da der Rauchtee ein Schwarztee ist, ist seine Zubereitung an diesen angelehnt. Das heißt, dass seine Ziehzeit zwischen drei und fünf Minuten liegen sollte. Wird eine kürzere Ziehzeit gewählt, dann wirkt er anregend auf die Verdauung, zieht der Tee länger, kann es zu Verstopfungen kommen. Da durch eine längere Ziehzeit auch mehr Koffein freigesetzt wird, kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Tee beruhigend wirkt. Gerne kann der Rauchtee auch mit anderen Schwarztees kombiniert werden. Das ist für all diejenigen geeignet, denen das Raucharoma sonst zu intensiv ist oder die auch mal eine andere Geschmackskombination ausprobieren möchten.

Bei der Zubereitung geben Sie auf einen Liter rund zwölf Gramm Teeblätter und lassen den Tee nach Belieben ziehen. Sollten Sie den Tee länger ziehen lassen wollen, ist das gar kein Problem, denn im Gegensatz zu anderen Schwarztees wird der Rauchtee nicht bitter. Sie können also nichts falsch machen.

 

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