Schwarzer Tee: Was drin ist und was es bewirkt

    Wer glaubt, Tee kann nur lecker schmecken, der irrt. Schon die alten Chinesen haben erkannt, dass verschiedene Inhaltsstoffe in den Tees gut für die Gesundheit sind und sogar noch andere Eigenschaften haben. Der bekannteste und wohl ausschlaggebendste Inhaltsstoff ist das Koffein, früher auch als Tein bezeichnet. Eine Tasse Schwarztee hat – im Vergleich zum Kaffee – bis zu 60 % weniger Koffein. Dass Koffein besonders dann genommen wird, wenn man müde ist und die Konzentrationsfähigkeit nachlässt, das ist nichts Neues, wirkt es doch anregend und erhöht die Herzfrequenz. Doch Koffein kann noch mehr: die Peristaltik des Darms wird angeregt, die Glycogenolyse wird gefördert und auch die Kontraktionskraft des Herzens wird erhöht.

    Schwarztee

    © letty17 | istockphoto.com (#17404414 – Tea cup) Schwarzer Tee enthält nicht nur Koffein, sondern auch verschiedene Nährstoffe.

    Schwarzer Tee und seine die positiven Eigenschaften

    Schwarzer Tee hat neben Koffein auch noch andere wichtige Nährstoffe. Manche kennt man, manche nicht. Vitamin B, Kalium, Mangan und auch Fluorid sind Bestandteile, die der Körper benötigt und durch Tee zugeführt werden können. So wird beispielsweise Kalium für die Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks benötigt, während Fluorid die Zähne stärkt.

    Weiterhin enthält Schwarzer Tee vor allem Polyphenole und Tannine. Während Polyphenole verschiedene Eigenschaften haben können, wie z. B. entzündungshemmend wirken oder krebsvorbeugend sein, sind Tannine wachstumshemmend für Mikroorganismen und helfen auch bei Durchfall. Zwei weitere wichtige Bestandteile sind Theobromin und Theophyllin. Sie gehören zu den Methylxanthinen, die sogar in Arzneimitteln Verwendung finden und beispielsweise gut für die Bronchien sind.

    Schwarzer Tee ähnlich wie Kaffee

    Wenn es um die Wirkung von Schwarzem Tee geht, kann man diese durchaus mit dem Kaffee vergleichen. Beim Koffein kommt der Schwarztee mit maximal 60 mg pro Tasse zwar nicht an den Kaffee, der bis zu 150 mg enthalten kann, heran, dafür ist die Wirkung beim Tee länger anhaltend, weil er langsamer ins Blut gelangt. Wenn Sie den Schwarzen Tee rund 2 Minuten ziehen lassen, können Sie die beste anregende Wirkung erzielen, danach beginnt die Freisetzung von Gerbstoffen. Zieht er also länger, enthält er weniger Koffein und dank der Gerbstoffe wirkt er somit beruhigend auf den Magen-Darmtrakt. Allerdings kann Schwarztee auch die Magenschleimhaut reizen, wenn Sie also einen empfindlichen Magen haben, sollten Sie den Genuss etwas zurückfahren.

    Schwarzer Tee und seine Nebenwirkungen

    Wenn Sie zu viel Schwarztee konsumieren, dann kann es Ihnen wie bei übermäßigem Genuss von Kaffee gehen: Nebenwirkungen sind zum Beispiel verstärktes Herzklopfen, Nervosität und Einschlafprobleme. Obwohl Schwarztee, wie oben erwähnt, wichtige Nährstoffe enthält, kann zu viel davon ein Mangel an anderen Nährstoffen, wie Calcium, Eisen und die Vitamine C und B6 verursachen. Da ein hoher Konsum harntreibend wirkt, scheidet der Körper vermehrt wertvolle Mineralien aus.

    Stellt sich nun die Frage, wie viel Schwarztee ist gesund? Nun, das kann pauschal nicht beantwortet werden. Der Tenor bei Ärzten geht von rund einem Liter pro Tag aus. Allerdings sollte man das mit sich selbst ausmachen und das Verhalten des Organismus bei unterschiedlichen Mengen Schwarztee beobachten.

    Ja, Tee kann eben nicht nur gut schmecken, Tee ist auch gesund, wirkt durch Koffein anregend und gibt dem Körper Stoffe, die dieser gut gebrauchen kann – wenn Sie den Genuss in Maßen halten und es nicht übertreiben.