Die Zubereitung von Oolong

    Bei den meisten Tees muss man bei der Zubereitung nichts Besonderes beachten. Der Tee kommt in ein Teesieb oder einen Teebeutel, der dann in eine Kanne mit heißem Wasser zum Ziehen gehängt wird. Wenn ein Tee schon mit „schwarzem Drachen“ oder „schwarzer Schlange“ übersetzt wird, dann kann man den nicht einfach in irgendeine Teekanne geben – der braucht schon was Besonderes! Und so wird bei der Oolong Tee-Zubereitung eine ganz besondere Teekanne gefordert. Zumindest dann, wenn man das unvergleichliche Geschmackserlebnis bekommen möchte.

    Tee-Zubereitung Oolong

    © Juanmonino | istockphoto.com (#12190473 – Monkey ausgewählte Oolong-Tee) Um das unvergleichliche Geschmackserlebnis zu bekommen, wird für die Oolong-Zubereitung eine Kanne aus Ton benutzt.

    Oolong nur in der Tonkanne

    Die Oolong Tee-Zubereitung sollte nämlich ausschließlich in einer Kanne aus Ton vollzogen werden. In dieser Kanne sollte dann auch kein anderer Tee gemacht werden. Der Grund ist einfach: Beim Kochen von Oolong Tee in einer Tonkanne bildet sich eine Patina, die den Geschmack des Tees verstärkt. Patina kennt man meist von Metallen, wenn diese alterungsbedingt verwittert sind. Was bei Skulpturen und auch bei Ölgemälden oder bei Wandmalerei nicht besonders gerne gesehen wird, ist bei der Oolong Tee Zubereitung absolut notwendig. Die Patina wird durch die ständige Zubereitung von Tee immer wieder verstärkt. In einer neuen Tonkanne sollte man deswegen auch einen Tag lang einen starken Aufguss von Oolong Blättern ziehen lassen, um diese Patina zu erschaffen. Gesäubert wird die Kanne von innen dann nur mit heißem Wasser, niemals mit Geschirrspülmittel und auf keinen Fall mit Schwämmen oder Bürsten hantieren, das zerstört die Patina.

    Jetzt aber endlich zur Oolong-Zubereitung: Für einen Liter benötigt man zwischen zehn und 14 Gramm Teeblätter. Ziehen sollte der Tee dann nicht länger als drei Minuten. Und wenn es sich um eine hochwertige Qualität handelt, kann der Aufguss auch mehrere Male erfolgen.

    Die Zubereitung von Oolong Schritt für Schritt

    1. Zuerst müssen Sie die richtige Menge Oolong finden, um den Tee auch bestens genießen zu können. Faustregel ist rund ein Teelöffel auf 0,2 l, sprich, in eine 1-Liter-Kanne kommen etwa 5 Teelöffel. Achten Sie darauf, nicht zu viel zu nehmen, da das Getränk sonst schnell bitter werden kann. Für Anfänger empfehlen wir, erst mal mit einer Tasse zu beginnen, um die richtige Menge auszutesten, schließlich sind Geschmäcker verschieden.
    2. Nun wird das Wasser erhitzt. Achtung: Oolong-Teeblätter werden niemals mit kochendem Wasser übergossen. Der Grund: Auch hier kann der Tee bitter werden. Die ideale Temperatur liegt zwischen 80 und 90 Grad. Sofern Sie ein Tee-Thermometer haben, ist die richtige Temperatur kein Problem. Wenn nicht, dann lassen Sie das Wasser kochen, nehmen Sie es vom Herd und lasse es rund 2 bis 3 Minuten abkühlen.
      Um die Geschmacksknospen noch besser entfalten zu lassen, sollte das Wasser so kalkarm wie möglich sein. Sofern Ihr Leitungswasser sehr hart ist, können Sie mit einem Aktivkohlefilter nachhelfen, alternativ stilles Mineralwasser nehmen. Werfen Sie aber einen Blick auf die Zusammensetzung, denn viele Wasser werden mit Mineralien angereichert, was ebenfalls wieder kontraproduktiv für den Genuss ist.
    3. Nun lassen Sie den Oolong-Tee zwischen 2 und 3 Minuten ziehen. Die Teeblätter sollten dabei locker im Wasser schwimmen, also nicht in einem Teebeutel zusammengepresst werden. Idealerweise geben Sie die Blätter direkt in die Tasse/Kanne oder nutzen einen offenen Teefilter, die es beispielsweise aus Metall, Kunststoff oder Keramik gibt.

    Natürlich können Sie Ihren Oolong auch in einer Tasse zubereiten und müssen nicht, wie oben beschrieben, eine Tonkanne nehmen. Schließlich hat man nicht immer Lust auf einen ganzen Liter Tee. Wenn es dann nur eine Tasse sein soll, müssen Sie allerdings auf den besonderen Geschmack, den Sie durch das Zubereiten in einem Tongefäß erreichen, verzichten. Alternativ kaufen Sie sich Tassen aus Ton und können dann dort direkt den Tee zubereiten. Achten Sie aber auch hier darauf, die langsam entstehende Patina nicht durch Spülmittel oder andere Getränke zu zerstören.